Wirtschaft unter Druck:

Zahl der Gewinnwarnungen steigt rasant!

Keine guten Aussichten für Unternehmen und Arbeitsmarkt: Es geht abwärts mit der deutschen Wirtschaft

Die Zahl der Gewinn- und Umsatzwarnungen deutscher Unternehmen ist so hoch wie seit der Finanzkrise 2008/09 nicht mehr.

Die deutsche Wirtschaft steht zunehmend unter Druck: Selbst den geschönten Prognosen der Bundesregierung zufolge soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um nur noch 0,5 Prozent wachsen – also um einen ganzen Prozentpunkt weniger als 2018. Ökonomen halten diese magere Erwartung allerdings für zu optimistisch.

Fakt ist: Wichtige Branchen (u. a. Autoindustrie, Zulieferer, Maschinenbau) bauen bereits massiv Arbeitsplätze ab. Wie ernst die Lage tatsächlich ist, wird an einer neuen aktuellen Statistik deutlich:

Noch nie hat es seit der Finanzkrise 2008/09 in einem ersten Halbjahr so viele Umsatz- und/oder Gewinnwarnungen gegeben wie in diesem Jahr. Ihre Zahl stieg gegenüber Vorjahr um 38 Prozent. Das geht aus Erhebungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft »Ernst & Young« (E&Y) hervor.

Unter den Unternehmen, die ihre Aktionäre vor sinkenden Gewinnen und/oder Umsatzerwartungen warnen, befinden sich Weltkonzerne wie Daimler, Continental und der Chemieriese BASF.

Den Angaben zufolge mussten bereits 54 der 308 im Prime-Standard-Index gelisteten Unternehmen ihre Umsatz- bzw. Gewinnerwartungen um durchschnittlich ein Drittel zurücknehmen. Dies sei eine »Explosion bei den Korrekturen« und »nur die Spitze des Eisberges«, berichtet die Wirtschaftszeitung ›Finance‹. Und es ist zweifelsohne ein negatives Vorzeichen für die weitere Entwicklung im laufenden Jahr. (hh)

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