Zahl der Woche: 0,1 Prozent

Anzeigetafel im Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt: Die deutsche Wirtschaft schrumpft

Nach zehn Jahren Aufschwung schrumpfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,1 Prozent. Alle Frühindikatoren deuten darauf hin, dass sich die Schrumpfung im dritten Quartal beschleunigt. Im Juni sanken die Exportwerte der deutschen Wirtschaft um acht Prozent.

Im Jahresvergleich gab die Industrieproduktion um fünf Prozent nach. Bei den Maschinenbauern steht eine nennenswerte Zahl stornierter Werkzeugmaschinen in den Lagerhallen. Vor allem die Automobilindustrie und ihre Zulieferer laufen nicht rund. BMW und Daimler haben nach diversen Gewinnwarnungen die Vorstandsvorsitzenden ausgewechselt. Den Lauf der Dinge, der zurzeit vor allem ein Lauf nach unten ist, hat das nicht aufhalten können. Bei Continental werden im 3. Quartal erneut unbequeme Nachrichten erwartet. Die Personalabteilungen der Dax-Konzerne stellen in diesen Tagen ihre Kürzungslisten zusammen, um sie mit den Betriebsräten zu besprechen: Die Deutsche Bank will rund 20.000 Stellen streichen, BASF 6.000, Bayer 12.000 Stellen und auch bei Siemens, Volkswagen und ThyssenKrupp werden die Gehaltslisten verkürzt.

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