Zu viele Verbrechen

Volvo erwägt, Zentrale ins Ausland zu verlagern

Volvo-Chef Håkan Samuelsson vor der Firmenzentrale in Göteborg: Schaffen es kriminelle Migranten, den Autokonzern aus Schweden zu vertreiben?

Volvo-Chef Håkan Samuelsson erklärt, dass sein Unternehmen aufgrund mangelnder öffentlicher Sicherheit Schwierigkeiten habe, in Göteborg ausländische Spezialisten zu gewinnen. Er erwäge möglicherweise, seinen Hauptsitz ins Ausland zu verlegen.

Der Chef des schwedischen Automobilherstellers Volvo, Håkan Samuelsson, beklagt, dass der Autohersteller stetig an Attraktivität für ausländische Tech-Experten und -Ingenieure sowie Top-Manager verliere. Das Problem liege zum Teil darin, dass die Spezialisten wegen der hohen Kriminalitätsrate nur ungern in Schwedens zweitgrößte Stadt Göteborg ziehen. Dort befindet sich Volvos Hauptsitz. »Wir bauen Autos, wir können dieses Problem nicht lösen«, so Samuelsson gegenüber der Tageszeitung ›Svenska Dagbladet‹ (›SvD‹).

Aus diesem Grund erwäge Samuelsson den Hauptsitz des Unternehmens an einen anderen Ort zu verlegen, – wahrscheinlich sogar ins Ausland – wenn sich diese Situation nicht ändere. Volvo habe eine solche Möglichkeit noch nicht in letzter Konsequenz in Erwägung gezogen, aber er würde sie in Zukunft nicht ganz ausschließen.

Der Göteborger Polizeichef Erik Nord nannte die Kritik des Volvo-Chefs »unfair«. Politisch korrekt betonte Nord, dass die allgemeine Situation der Stadt so schlecht nicht sei, und kritisierte Samuelsson dafür, dass dieser sich angeblich auf soziale Medien verlasse, die eine »verzerrte Sicht« auf die Situation geben würden. Der Gemeindereferent Göteborgs indes bestätigt die Sichtweise Håkan Samuelssons. Er sei sich der Probleme der Stadt sehr wohl bewusst und »stimme« der Kritik des Volvo-Chefs zu.

Im ehemaligen Multi-Kulti-Vorzeigeland Schweden steigt in den drei größten Städten Stockholm, Malmö und Göteborg seit geraumer Zeit die Gewalt an. In den mehrheitlich von Muslimen bewohnten Vorstädten kommt es in immer kürzeren Abständen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Erst kürzlich gingen Dutzende Autos sowie mehrere Gebäude bei einer Serie von Brandanschlägen in Flammen auf.

Im Frühjahr sorgte eine Reportage mit dem Titel »Schwedische Zustände« für massives Unbehagen. Gezeigt wurden Szenen aus Rosengård, einem Stadtteil Malmös, in dem der Migrantenanteil bei 90 Prozent liegt. Die Jugendlichen rotten sich in Banden zusammen, pöbeln und randalieren, zünden Autos an, liefern sich untereinander oder mit der Polizei Verfolgungsjagden und Schießereien.

Einige Gebiete Göteborgs mit besonders hohem Migrantenanteil wurden im vergangenen Jahr als »No-go-Areas« bezeichnet. Hohe Kriminalitäts- und Armutsquoten unter der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung würden angeblich als fruchtbarer Boden für islamischen Extremismus dienen. Im Göteborg befindet sich die von Saudi-Arabien finanzierte salafistische Bellevue-Moschee.

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