Zwei Geschlechter sind genug!

Gender-Mainstreaming hat mit der notwendigen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau nichts zu tun.

Vielmehr behaupten die Genderideologen, dass das biologische Geschlecht für die Geschlechterrolle – »Gender« – ohne Bedeutung sei. Deshalb muss jede Person das »soziale Geschlecht« frei wählen können. Das ist das Gegenteil von dem, wovon wir vernünftigerweise immer ausgegangen sind. Nämlich, dass das biologische Geschlecht natürlich auch die Geschlechter­rolle prägt. Gender-Mainstreaming ist der Versuch, die biologisch bedingten Geschlechter abzuschaffen oder schlicht: das Ende von Mann und Frau! Gender-Mainstreaming ist also nicht bestrebt, etwa Chancengerechtigkeit zu garantieren und somit die Lage des Menschen zu verbessern. Es geht vielmehr darum, den Menschen selbst zu verändern. Um dieses Menschenbild durchzusetzen, muss man – das nehmen sich seine Vertreter auch heraus – bei den Kindern ansetzen.

Vor allem im Hintergrund, im Verborgenen, werden die Gender-Ziele vorangetrieben. Als »hidden Agenda« bleiben die Ziele des Programms für die Mehrheit unbekannt. Dabei wurde Gender-Main­streaming mit dem Amsterdamer Vertrag von 1997 längst auch zum offiziellen Ziel der EU-Politik erhoben.

Um es zu betonen: Gender-Mainstreaming bedeutet nicht Chancengerechtigkeit für Männer und Frauen und beschränkt sich auch nicht auf das lächerliche Binnen-I oder die Einfügung der Töchter in der österreichischen Bundeshymne. Unter dem Titel der »Vielfalt« geht es um ganz anderes: LGBTI – Lesbian, gay (schwul), bi, trans, inter. »Dekonstruktion« der Zweigeschlechtlichkeit und »Gleichstellung« aller sexuellen Lebensformen ist gemeint.
»Die Denaturalisierung der Kernfamilie, der Heterosexualität und der Generativität seien das Ziel, in dem sich die wissenschaftliche Sexualpädagogik einig ist«, bestätigt auch Uwe Sielert, ein führender Sexualpädagoge. Das will heißen, dass die Norm der Zweigeschlechtlichkeit und das Tabu, das Kinder vor sexuellen Forderungen schützt, als erledigt gelten soll. Sexualpädagogik der Vielfalt… der Name steht für das Programm: Nicht von Biologie, sondern von Ideologie ist da die Rede. Diesen unzumutbaren Zugriff auf unsere privatesten Lebensbereiche dürfen wir uns nicht gefallen lassen, vor allem müssen wir unsere Kinder vor politischer Indoktrinierung schützen!

Eine Anmerkung: Im Zusammenhang mit Gender-Mainstreaming sollte nicht von einer »Theorie« gesprochen werden. Eine Theorie ist eine Menge logisch miteinander verbundener widerspruchsfreier Hypothesen. Eine Theorie verfügt über objektive Gesetze und Prinzipien des Bereichs, auf den sie sich bezieht und ist wissenschaftlich nicht widerlegt. All das trifft auf Gender-Mainstreaming nicht zu: Es wurde und wird unzählige Male durch die Naturwissenschaften widerlegt.


Barbara Rosenkranz

ist Abgeordnete im österreichischen Nationalrat. 2010 war sie Präsidentschaftskandidaten der FPÖ. In ihrem Buch »MenschInnen – Gender-Mainstreaming – Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen« weist sie auf die Gefahren dieser Ideologie hin.

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