Zweifel an Merkels Märchenstunde

Grölende Skinhead-Horden, brutale Hetzjagden und eine Stadt im Pogrom-­Fieber: Wenn man als gebürtiger Chemnitzer die ersten Nachrichtenmeldungen über die Ereignisse in seiner Heimatstadt in den österreichischen Main­stream-Medien verfolgte, konnte man Ende August rasch den Eindruck gewinnen, es habe sich in Sachsen ein Tor zur Hölle geöffnet.

Bei mir – sowohl unabhängiger Journalist als auch von diversen Kampagnen gegen Sachsen gezeichneter »Dunkeldeutscher« – überwog freilich sehr schnell die Skepsis. »Demo und Gegendemo folgten auf eine Hetzjagd, die Rechtsextreme auf Ausländer gemacht haben«, hieß es etwa beim durch Zwangsgebühren finanzierten ORF-Sender ›oe1‹. Nicht weniger reißerisch schrieb die Online-Ausgabe der einschlägigen Klatsch-Gazette ›Österreich‹ bereits im Titel: »Rechte Hetzjagd nach Tod von 35-Jährigem auf Stadtfest.« Da blieb es noch ein schwacher Trost, dass wenigstens die grausame Ermordung eines Deutschen durch mutmaßliche Messer-Migranten kurz Erwähnung fand. Als die Masseneinwanderungs-Kanzlerin Angela Merkel offiziell die angeblichen »Hetzjagden« – ohne klar einsehbare Beweise – verurteilte, fühlte sich auch in der Alpenrepublik der linke Mainstream bestätigt. Der dreiste Grundtenor lautete: Weniger der Umstand, dass ein Deutscher mitten auf einem Stadtfest mit zahlreichen Messerstichen bestialisch hingerichtet wurde, sei besorgniserregend, sondern die anschließenden Demonstrationen zorniger Bürger. Zwischen aggressiven, gewaltbereiten Hooligans und einer sich in der eigenen Heimatstadt fürchtenden, demonstrierenden Rentnerin wurden kaum Grautöne der Differenzierung gezeichnet. Mutig ließ dagegen FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache Zweifel laut werden. »Als Grundlage für die Behauptung, in der sächsischen Stadt hätte es Hetzjagden gegeben, diente bisher nur ein einziges im Netz aufgetauchtes Video, berichtet ›Sputniknews‹, betonte Strache auf ›Facebook‹. Auf die zahlreichen Widersprüche innerhalb der Mainstream-Berichterstattung hatte ich bereits zuvor als Chefredakteur der ›Wochenblick‹-Online-Ausgabe in einem umfangreichen Artikel verwiesen. In den sozialen Medien wuchs bei vielen Österreichern rasch die Skepsis an den offiziellen Schauermärchen zu Chemnitz, unser Online-Artikel wurde mehr als 200.000-mal gelesen und mehr als 13.000-mal auf ›Facebook‹ geteilt! Als sogar die Dresdner Generalstaatsanwaltschaft und Sachsens umstrittener Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Merkels Behauptung, es habe »Hetzjagden« gegeben, öffentlich anzweifelten, fühlten sich auch viele Österreicher erneut in ihrer grundlegenden Mainstream-Skepsis bestätigt. Ähnlich skrupellose und unverfrorene Schmutzkübel-Kampagnen waren vielen Bürgern schließlich aus der gegen die FPÖ gerichteten »Berichterstattung« bekannt. Sowohl diesseits als auch jenseits der Alpen gilt: Mit seiner völlig verzerrten Darstellung der Chemnitzer Ereignisse haben die Merkel huldigenden Mainstream-Medien wieder ein ganzes Stück Glaubwürdigkeit eingebüßt!

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) fällt nicht auf die »Fake News« der deutschen Linksmedien herein
QUELLEBild: imago
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