»Klima-Greta« – ein lohnendes Geschäftsmodell

Macht eine Aktiengesellschaft Kasse mit dem bizarren Hype um die minderjährige Klima-Ikone Greta Thunberg?

Greta Thunberg, von der links-grünen Klimagemeinde zur Ikone erhobene 16-jährige Schwedin, scheint als höchst lukratives Geschäftsmodell von einer schwedischen Aktiengesellschaft in Stellung gebracht worden zu sein. Gretas Eltern wollen von der kommerziellen Nutzung ihrer am Asperger-Syndrom leidenden Tochter nichts gewusst haben.

Selbst dem ›ARD‹-Studio Stockholm scheint es erwähnenswert: Rund eine Million Euro soll Greta Thunberg, die 16-jährige Klimaikone der links-grünen Umweltlobby, ihrem »Entdecker«, dem schwedischen Geschäftsmann Ingmar Rentzhog, bislang eingebracht haben.

Screenshot: Twitter

Das thematisiert die Stockholmer Tageszeitung Svenska Dagbladet am Sonntag und vollzieht für den Leser nach, wie das »Geschäftsmodell Greta« funktioniert. Rentzhog gründete im September 2017 die Aktiengesellschaft »We Don’t Have Time«, ein angeblich nur dem Umweltschutz verpflichtetes Unternehmen. Unternehmer Rentzhog, der die »Entdeckung Gretas« für sich reklamiert, ist laut der schwedischen Zeitung Mitglied des »Climate Reality«-Projekts des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore und Vorstandsmitglied eines schwedischen Thinktanks für »nachhaltige Entwicklung«. Im vergangenen Jahr wurde er von einer schwedischen Umweltzeitschrift zum »Umweltbeeinflusser des Jahres« ernannt.

Rentzhog selbst gibt an, 2018 auf Greta Thunberg aufmerksam geworden zu sein. Rentzhog habe anfänglich Bilder und später dann Videos aufnehmen lassen, die das am Asperger-Syndrom erkrankte Mädchen vor dem Schwedischen Reichstag bei ihrer »Ein-Kind-Demo« zeigten. Greta demonstrierte dort – mit Billigung ihrer linkspolitisch aktiven Eltern, dem mäßig erfolgreichen Schauspieler und Drehbuchautor Svante Thunberg und Gretas Mutter, Malena Ernman, eine in Schweden halbwegs bekannte Opernsängerin mit »Eurovision Song Contest«-Ambitionen –, anstatt in die Schule zu gehen, jeden Freitag gegen den »menschgemachten Klimawandel«.

Professionelle Veröffentlichungen auf sozialen Medien und dem hauseigenen YouTube-Kanal von »We Don’t Have Time« brachten Greta in das von Rentzhog und offensichtlich auch von ihren Eltern gewünschte Rampenlicht. Kurze Zeit später übernahmen die Mainstream-Medien den vorbereiteten Umwelt-Star und platzierten Greta Thunberg als neue Säulenheilige der Klimaaktivisten (›Deutschland-Kurier‹ berichtete).

Thunbergs Eltern beteuern, von der Vermarktung ihrer Tochter nichts gewusst zu haben. Sie seien nicht darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass der Name Gretas und ihr Gesicht in einem Prospekt über finanzielle Investitionen bei »We Don’t Have Time« auftauchte. Am Sonntag klärte das aktiennotierte Umweltunternehmen in einer Pressemitteilung darüber auf, dass Greta ihren Posten einer Ratgeberin im Stiftungsvorstand von »We Don’t Have Time« aufgegeben habe, da sie als »einer der gefragtesten Menschen auf der Welt« für diese Tätigkeit keine Zeit mehr habe. Vater Thunberg begründete das Ausscheiden damit, dass seine Tochter nicht mit »irgendeiner Organisation« in Verbindung gebracht werden wolle. Sie wolle ganz frei sein.

Drucken