300 Euro, 930 Euro, 1.400 Euro jährlich:

So viel zahlt ein Durchschnittshaushalt für den Klima-Irrsinn wirklich

Teure Stromrechnung: Der Klima-Irrsinn geht dem deutschen Mittelstand massiv ins Geld

Das sogenannte Klimapaket der Bundesregierung dürfte einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt schon bald 300 Euro Mehrkosten jährlich bescheren, geht aus Berechnungen des BDI hervor. Nach Plänen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) werden es sogar mehr als 900 Euro zusätzlich sein.

Die neue SPD-Führung hat die Debatte um den Preis auf den Ausstoß von CO2 wieder angeheizt. Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken brachte auf dem Parteitag am vorvergangenen Wochenende einen Preis von 40 Euro je Tonne Kohlendioxid ins Gespräch. Beschlossen hat die Bundesregierung – auch auf Drängen der SPD – zur Vermeidung sozialer Verwerfungen im Klimapaket den zunächst deutlich niedrigeren Einstiegsbetrag von 10 Euro für 2020. Dieser soll in den nächsten Jahren aber deutlich steigen.

Der BDI hat nachgerechnet

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat jetzt eine Tabelle erstellt, in der Verbraucher die Belastungen eines Durchschnittshaushaltes bei unterschiedlichen CO2-Preisen ablesen können. Die Preissteigerungen je Liter Kraft- und Brennstoff verlaufen dabei weitgehend linear. Sollte der Preis im nationalen Emissionshandel von 2026 an nach oben schnellen, wäre auch mit einem Preissprung bei Benzin, Diesel und Heizöl zu rechnen.

Für einen Vier-Personen-Haushalt in einem 120 Quadratmeter-Reihenhaus mit Ölheizung (die gleichzeitig der Warmwasseraufbereitung dient) und einem VW Passat Diesel mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,6 Litern auf 100 Kilometer errechnete der BDI eine jährliche Mehrbelastung im Jahr 2025 von rund 300 Euro, wenn es beim CO2-Preismodell der Bundesregierung mit 35 Euro je Tonne bleiben würde.

Kalkuliert man auf Basis der Vorschläge des Bundesumweltministeriums, das schon für 2020 einen CO2-Preis von 35 Euro je Tonne vorschlägt, käme dieser Musterhaushalt bereits im Jahr 2025 auf eine jährliche Zusatzbelastung von rund 930 Euro.

Sollte der CO2-Preis nach 2025 auf 60 Euro je Tonne steigen, würde das Leben eines durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalts den Berechnungen zufolge noch einmal deutlich teurer: Die Familie käme dann auf eine jährliche Zusatzbelastung von rund 1.400 Euro. (hh)

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