Das grüne Sommerhoch zieht ab – Sorge um Arbeitsplätze verdrängt Ökowahn:

Kommt Deutschland endlich zur Vernunft?

Deutschland im Herbst: Von einem grünen Kanzler Robert Habeck ist keine Rede mehr, Greta Thunberg hat mit ihrem Klima-Fundamentalismus den Zenit überschritten, stattdessen machen sich immer mehr Menschen Sorgen um ihre Arbeitsplätze

Der Hype um die Klima-Nervensäge Greta Thunberg ebbt ab, das Sommerhoch der Grünen scheint einem Herbsttief zu weichen. Kommt Deutschland endlich zur Vernunft?

Es sind zwei Nachrichten, die auf den ersten Blick wenig bis nichts miteinander zu tun haben:

► Laut ›RTL/n-tv‹-Trendbarometer geben die Grünen erstmals seit Monaten in den Umfragen wieder nach – zwar nur um einen Prozentpunkt auf noch immer erschreckend hohe 22 Prozent. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

► Die schwedische Klima-Scheinheilige Greta Thunberg hat ihren Zenit ebenfalls überschritten. Zwei Drittel der Deutschen sind einer »YouGov«-Umfrage zufolge dagegen, den von Soros & Co. für ihre durchsichtigen Zwecke missbrauchten Teenager mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen.

Es sind – auf den zweiten Blick – zwei Nachrichten, die durchaus etwas miteinander zu tun haben könnten: Die wirtschaftliche Talfahrt und die Sorge um die Arbeitsplätze drängen die Klimahysterie und den Ökowahn zunehmend in den Hintergrund.

Selbst die ultralinke ›taz‹ verhöhnt Thunberg

Spätestens seit ihrer fanatischen Wutrede beim UN-Klimagipfel stößt Thunberg mit ihrem Klima-Fundamentalismus immer mehr Menschen ab. Selbst die ultralinke ›tageszeitung‹ (taz‹), Zentralorgan aller linksradikalen Kulturschaffenden, geht auf Distanz. Man möchte sich für einen Moment vergewissern, ob man nicht versehentlich zur ›FAZ‹ gegriffen hat: »Greta Thunbergs Rede steht exemplarisch für die Überemotionalisierung der Klimadebatte, die wir derzeit erleben. SUV=böse! Fliegen=igitt! Regenwald=yeah! […] Greta Thunberg ist keine Heilsbringerin, keine PR-Strategin, keine Politikerin und keine Geschäftsfrau, sondern ein Teenager mit Asperger«, lesen wir in der Linkspostille und reiben uns die Augen.

Dieter Hanitzsch, berufslinker Ex-Karikaturist der ›Süddeutschen Zeitung‹ und heute bei der Münchner ›Abendzeitung‹ in Lohn und Brot, postete kürzlich: »Beim Auftritt von Greta Thunberg bei der UNO habe ich mich gefragt, was das für Eltern sind, die den Profiteuren der Klimaschutzindustrie nicht verbieten, ihr geistig gestörtes Kind für ihre Geschäfte derart zu missbrauchen.«

»Fridays For Hubraum« statt »Fridays For Future«

Unterdessen erhält die ›Facebook‹-Gruppe »Fridays For Hubraum« mit inzwischen schon rund 540.000 Mitgliedern immer mehr Zulauf. Dabei ist es nicht einmal drei Wochen her, dass ein paar Freunde aus der Autotuner-Szene die Gruppe ins Leben gerufen haben. AfD-Co-Chef Jörg Meuthen lobt: »›Fridays For Hubraum‹ ist eine logische und vernünftige Reaktion gegen den ideologischen Irrsinn der Ökoaktivisten.«

AfD plant Filmprojekt zum Ökowahn

Auch die AfD-Bundestagsfraktion geht gegen die Klimahysterie in die Offensive. Sie plant ein Filmprojekt, das sich kritisch mit der Klima-Göre Greta Thunberg beschäftigt – mit dem »Ökowahn und den Lobbyisten, die dahinterstecken«, bestätigte Fraktionssprecher Christian Lüth.

Weiß Putin mehr?

Kreml-Chef Wladimir Putin machte vergangene Woche ominöse Andeutungen: »Ich bin sicher, dass Greta ein gutmütiges und sehr ehrliches Mädchen ist.« Es könne »nur verurteilt werden«, wenn jemand Kinder und Jugendliche zu seinem Interesse »missbrauche«. Wer gemeint sein könnte und um welches Interesse es gehe, ließ Putin offen.

Das erste grüne Herbstlaub

In das Gesamtbild passt, dass die Grünen nach ihrem klimabewegten Sommerhoch in den Umfragen erstmals wieder abkühlen. Von einem grünen Kanzler Robert (»Robääääärt!«) Habeck ist längst keine Rede mehr. Die Umfragewerte der Grünen fallen wie das erste Herbstlaub. Die Debattenlage in Deutschland hat sich mit den schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft geändert. Die Konjunktursorgen lösen die Klimaängste ab.

Der unionsnahe Publizist Wolfgang Weimer analysiert durchaus zutreffend: »Über den Brexit wird wieder mehr gesprochen als über Baumrinden. Und da die anderen Parteien ergrünen, selbst Markus Söder neuerdings jede Biene persönlich umhegt und die Bundesregierung ein gewaltiges Klimapaket schnürt, fällt es den Grünen schwerer, kommunikativ zu punkten, ohne in extreme und damit unpopuläre Forderungen zu verfallen.« (oys)

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