»Der Beginn einer ganz neuen Ära der Politik«

Farage fordert Untersuchung von Soros-Wahlkampfgeld

Großzügiger Geldgeber: George Soros

Nigel Farage hat mit seiner Brexit Party die vielleicht erfolgreichste politische Parteigründung aller Zeiten hingelegt: In allen Umfragen führt die ein Monat alte Partei bei den EU-Wahlen morgen in Großbritannien, in Umfragen zur britischen Parlamentswahl liegt sie nur knapp hinter Labour. Nun fordert Farage Aufklärung zur Einflussnahme durch George Soros auf die EU-Wahlen.

Farages Brexit-Kampagne wird immer wieder beschuldigt, von ausländischen Geldgebern unterstützt worden zu sein, obwohl eine unabhängige Untersuchung der Regierung im Fall Cambridge Analytica keine Beweise für eine solche Einflussnahme gefunden hat. Facebook hat sich vor Gericht erfolgreich gegen Anschuldigungen gewehrt, das Brexit-Referendum beeinflusst zu haben.

Es ist dagegen offenkundig, dass der linke Großspender George Soros und seine Open Society Foundations massiv zugunsten der EU in vielen Ländern eingreifen, wie auch in Deutschland und Großbritannien durch Gruppen wie »Hope not Hate« und »Best for Britain«. Am Montag sagte Nigel Farage zu Breitbart London, eine nähere Untersuchung der Anti-Brexit-Kampagne würde »sehr viel Soros-Geld« zu Tage fördern.

Soros hatte sich im Januar beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos mit Anti-Brexit-Anführer Tony Blair getroffen, um Wege zu finden, den demokratischen Volksentscheid auszuhebeln. Das Treffen wurde aus den offiziellen Protokollen gestrichen. Premierministerin Theresa May schlug gestern ein zweites Referendum vor, um den Brexit doch noch aufzuhalten. Farage und das Brexit-Lager werfen der EU vor, im Falle negativer Wahlergebnisse immer wieder so lange abstimmen zu lassen, bis sie das gewünschte Ergebnis haben.

»Sie haben alle Versprechen gebrochen«, sagte Farage am Montag auf einer Wahlkampfveranstaltung. »Der größte demokratische Akt in der britischen Geschichte ist verraten worden. Aber am Donnerstag werden sie die Quittung dafür erhalten. Das wird keine einmalige Protestwahl, sondern der Beginn einer ganz neuen Ära der Politik. Nichts Geringeres strebe ich an.«

Im EU-Parlament forderte Farage bereits im November 2017 einen Soros-Untersuchungsausschuss und wies darauf hin, dass Open Society eine Liste von 226 »zuverlässigen Verbündeten« veröffentlicht hatte, darunter Martin Schulz und Alexander Graf Lambsdorff. Viktor Orban hat den EU-Spitzenkandidaten der Linken, Frans Timmermans, als »Soros-Mann« bezeichnet. Farage nannte Soros im EU-Parlament im März 2018 »den gefährlichsten Mann der Welt«.

Soros-Apologeten stellen gerne jegliche Kritik am Atheisten Soros als »antisemitisch« dar, obwohl der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu einer seiner größten Kritiker ist. Netanjahu hat die Stiftungen von George Soros beschuldigt, »die Sicherheit und Zukunft Israels zu gefährden«. Das israelische Außenministerium warf George Soros im Juli 2017 vor, »die demokratisch legitimierte Regierung Israels zu untergraben« sowie »den jüdischen Staat zu diffamieren und ihm das Recht auf Selbstverteidigung zu rauben«.

Im November 2018 traf sich Soros mit dem österreichischen Ministerpräsidenten Sebastian Kurz, Mitglied der israelfeindlichen Soros-NGO European Council on Foreign Relations, um sich »zu europa- und außenpolitischen Fragen« auszutauschen, so Kurz. Laut Max Otte schrieb »ein Politikbeobachter im Januar, dass er von einer Quelle in der ÖVP-Zentrale gehört habe, dass die ÖVP die Koalition platzen lassen wolle und sich auf Neuwahlen im Herbst vorbereitet«.

Drucken