Ermittlungen gegen Tobias R. wegen Drogen: Vater des Irren von Hanau kandidierte für die Grünen!

Wieso hatte der Irre von Hanau eigentlich überhaupt noch einen Waffenschein? Spätestens Anfang Dezember hätten bei den Sicherheitsbehörden alle Alarmglocken schrillen müssen! Pikant: Der Vater des Amokläufers kandidierte laut Medienberichten für die Grünen!

Ermittlungen gegen Tobias R. (Mitte) wegen Drogen: Wieso hatte der Irre von Hanau eigentlich überhaupt noch einen Waffenschein?

Tobias R. (43), als Sportschütze Inhaber eines Waffenscheines, soll bereits am 6. Dezember 2019 in einem wirren Schreiben an die Bundesanwaltschaft seine kruden Verschwörungstheorien übermittelt haben. Zudem war gegen den Todesschützen von Hanau wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt worden.

Spätestens nach dem Schreiben an die Bundesanwaltschaft hätten den Behörden Zweifel kommen müssen, ob bei Tobias R. die erforderliche Zuverlässigkeit zum Waffenbesitz gegeben war. Die Bundesanwaltschaft wollte den Sachverhalt interessanterweise »weder bestätigen noch dementieren«.

Laut Medienberichten (›t-online‹) hatte der offensichtlich geisteskranke Attentäter von Hanau schon vor Monaten mit wirren Dokumenten seine möglichen Motive offengelegt. Er sah sich verfolgt und hasste Ausländer. Darauf lassen Dokumente schließen, die ›t-online.de‹ nach eigenen Angaben vorliegen. Sie sollen einen Einblick in die Gedankenwelt des irren Einzelgängers von Hanau geben.

Demnach soll der 43-Jährige bereits vor Monaten einen Brief an die Bundesanwaltschaft aufgesetzt und am 6. Dezember abgeschickt haben. Das Schreiben soll in weiten Teilen identisch mit R.s späteren, von den Mainstream-Medien zu einer »Art Manifest« hochgeschriebenen, Thesen sein.

Eine Sprecherin der Karlsruher Ermittlungsbehörde erklärte laut ›t-online‹, sie könne den Eingang des Schreibens »weder bestätigen noch dementieren«. Vielleicht auch deshalb nicht bestätigen, weil den Behörden spätestens zu diesem Zeitpunkt Zweifel hätten kommen müssen, ob bei Tobias R. die erforderliche Zuverlässigkeit zum Waffenbesitz vorliegt?

Laut ›Spiegel‹ war R. zudem in der Vergangenheit einmal strafrechtlich in Erscheinung getreten. Gegen ihn sei wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt worden. Das Verfahren sei aber eingestellt worden.

Wer ist Tobias R., wo und wie wuchs er auf?

Die Helmholtzstraße im Hanauer Stadtteil Kesselstadt: schmucke Reihenhäuser, dicht aneinandergeschmiegt. Hier lebte R. mit seinem Vater und seiner Mutter, die er ebenfalls erschoss.

»Die Familie ist seit Jahren hier bekannt«, sagen Nachbarn. Hans-Gerd R. (72), der Vater des Amokläufers, soll den Grünen zumindest nahegestanden haben und sei in der Nachbarschaft gefürchtet gewesen. Erst Anfang des Jahres habe Vater R. Mülltonnen umgeworfen und den Müll auf den Parkplätzen der Nachbarn verteilt.

›RTL‹ meldete gestern: »Anders als zuvor berichtet, ist der 72-Jährige kein Mitglied der Grünen, sondern stand vor ein paar Jahren als Kandidat auf der Liste der Grünen.«

Die Nachbarn sagen: Sie hätten bisher keine »rechtsradikalen Umtriebe« von den R.s erlebt, aber Angst hätten sie trotzdem gehabt. »Wenn der Vater wiederkommt, dann weiß man nicht, zu was der in der Lage ist.« Schließlich hätte sich Hans-Gerd R. auch schon mal mit Politikern angelegt, so zum Beispiel vor vier Jahren mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) wegen der Kommunalwahl.

Auch der ehemalige Pfarrer Konrad W. wohnt in der Nachbarschaft. »Aus der Distanz« kenne er die Familie R., berichtete W. der Lokalpresse. »Das machte alles eigentlich einen normalen Eindruck.«

Erlaubnis für drei Waffen

Tobias R. war beim Main-Kinzig-Kreis als Sportschütze gemeldet, bestätigte Pressesprecher John Mewes.

Tobias R. beantragte demnach vor einigen Jahren eine Waffenbesitzkarte, auf der drei Waffen eingetragen wurden, darunter laut Medienberichten eine Pistole Kaliber neun Millimeter. Die Waffenbesitzkarte wurde R. auch ausgestellt. Tobias R. soll Mitglied im Schützenverein Diana Bergen Enkheim gewesen sein.

Abitur an der Hohen Landesschule

Auf seiner nicht mehr einsehbaren Homepage soll R. angegeben haben, in Hanau aufgewachsen und dort zur Schule gegangen zu sein. Nach dem Abitur auf der Hohen Landesschule 1996 absolvierte er seinen Zivildienst. Schließlich soll er eine Lehre zum Bankkaufmann absolviert haben und danach in Bayreuth Betriebswirtschaftslehre studiert haben.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUtbm9jb29raWUuY29tL2VtYmVkL3NuSEkwU1o4QzljIiB3aWR0aD0iNTYwIiBoZWlnaHQ9IjMxNSIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0iYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuIj48L2lmcmFtZT4=
Drucken