Erste Polizei braucht Schutzschals und stichsichere Westen:

Messer-Republik Deutschland

Etwa 100 Mal pro Tag blitzt irgendwo in Deutschland ein Messer auf, wird ein Mensch bedroht, verletzt oder sogar getötet. Obwohl die Zahl der Messerattacken seit Beginn der Masseneinwanderung von Jahr zu Jahr steigt, gibt es noch immer keine gesonderte, bundeseinheitliche Statistik.

Seit Beginn der Masseneinwanderung steigt die Zahl der Messerattacken in Deutschland dramatisch

Eile mit Weile: Im November 2018 beschloss die Innenministerkonferenz (IMK) von Bund und Ländern, Messer als Tatmittel in der Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundes (PKS) künftig gesondert auszuweisen. Geschehen ist bisher – NICHTS!

»Die Leitlinien für eine Umsetzung dieses Beschlusses werden in den Gremien der IMK erarbeitet. Das Bundeskriminalamt, in dessen Zuständigkeit die Erstellung der PKS fällt, wird die dabei beschlossenen Vorgaben umsetzen«, so das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage der ›Bild‹-Zeitung. Die bundesweite Umstellung der technischen Erfassungssysteme werde noch »mehrere Jahre dauern«.

Innerhalb eines Jahres: 36,8 Prozent mehr Messerstraftaten in NRW

Obwohl das BKA noch immer keine bundesweite Statistik führt, in der Messerstraftaten registriert werden, lässt sich aus den Zahlen, die einzelne Bundesländer erheben, ein alarmierender Trend ablesen:

Nach dieser Tage veröffentlichten Zahlen des Düsseldorfer Innenministeriums hat die Polizei im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) 2019 insgesamt 6.827 Straftaten registriert, bei denen ein Messer genutzt oder mit einem Messer gedroht wurde.

Da die statistische Erfassung von Messerangriffen in NRW erst 2019 eingeführt wurde, gibt es naturgemäß keine Vergleichszahlen zu den Vorjahren. ABER: Der Vergleich der Halbjahresbilanz spricht Bände! Von Januar bis Juni 2019 hatte die NRW-Polizei 2.883 einschlägige Straftaten erfasst. Im zweiten Halbjahr waren es schon 3.944. Das ist eine Steigerung von 36,8 Prozent innerhalb von nur sechs Monaten!

Die Polizei wappnet sich gegen Messerangriffe: Polizeibeamte mit Schutzwesten und Halsschutz:

Diese Bundesländer führen eine Messer-Statistik

Während es in den meisten Bundesländern bislang noch immer keine systematische Statistik zu Messerangriffen gibt, erfassen außer NRW bislang nur Berlin, Thüringen, Baden-Württemberg und Hessen Messerstraftaten gesondert. Auch die Zahlen aus diesen Bundesländern belegen einen dramatischen Anstieg:

Berlin: In der Hauptstadt wurden im vorvergangenen Jahr 2.795 Straftaten mit Messern begangen. Das ist laut Berliner Polizei der höchste Wert seit Beginn der Auswertungen 2009.

Auch prozentual betrachtet belegt die Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin den Anstieg der Messergewalt: 2009 wurden in 6,7 Prozent aller erfassten gefährlichen und schweren Körperverletzungen Messer als Tatmittel verwendet – 2018 bereits in 8,4 Prozent. Bei Raubüberfällen lag der Anteil 2009 bei 13,6 Prozent, 2018 bei 17 Prozent.

Thüringen: 2013 gab es 703 Angriffe mit Messern, 2018 waren es 986 Angriffe. Vier Angriffe wurden als Mord gewertet, zwölf als Totschlag.

Baden-Württemberg: 2014 registrierte die Polizei 5.534 Messerstraftaten, 2018 waren es 6.073.

»Im Fünfjahresvergleich wird deutlich, dass die Fälle der Gewaltkriminalität unter Verwendung des Tatmittels Messer um 24,6 Prozent angestiegen sind«, bestätigte ein Sprecher des Stuttgarter Innenministeriums. Hierbei falle »insbesondere« der Anstieg zwischen den Jahren 2014 und 2016 um 32,5 Prozent auf – also genau der Zeitraum, in den die Öffnung der deutschen Grenzen fiel!

Darüber hinaus stiegen im Fünfjahresvergleich die gefährlichen und schweren Körperverletzungen im Zusammenhang mit dem Tatmittel Messer in Baden-Württemberg sogar um 34,0 Prozent an.

 Hessen: 2013 meldete die Polizei 865 Körperverletzungs- und Tötungsdelikte mit Messern, 2018 waren es 1.212 Fälle.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen werden Polizisten in Hessen jetzt mit 10.000 Schnittschutzschals und zusätzlich stichfesten Westen ausgestattet.

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