Existenzvernichtung:

Hysterischer Anti-Dieselhype treibt Autohäuser in die Pleite

Durch den links-ideologisch betriebenen Anti-Dieselhype wird eine fatale Wertevernichtung betrieben. Immer mehr Autohäuser stehen vor der Pleite und geben auf.

Gebrauchtwagenhändler bleiben auf ihren Fahrzeugen sitzen

»Es wird eine Wertvernichtung betrieben, die wir nicht länger hinnehmen können«, so Thomas Peckruhn, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, am Donnerstag laut Focus. Wegen bestehender oder drohender Dieselfahrverbote ließen sich selbst mit einem Rabatt von mehr als 30 Prozent Euro-5-Diesel-Fahrzeuge nicht mehr verkaufen. Der 55-jährige Kfz-Meister Peckruhn, selbst Inhaber eines Autohauses, beklagt, dass aufgrund des »hysterischen Hypes um das Diesel-Thema« mehr als 190.000 Autos der Abgasnorm Euro 5 noch auf den Höfen der Händler stehen würden. Die Lage für die Händler verschärft sich durch die ideologiegetriebenen Fahrverbote doppelt. Denn auch Diesel-Gebrauchtwagen, die die Händler nur schwerlich loswerden, verlieren drastisch an Wert. Ein dreijähriger Diesel war im September 2018 nur noch 52,4 Prozent seines ursprünglichen Listenpreises wert. Im Januar 2017 waren es laut den Marktforschern der »Deutschen Automobil Treuhand« (DAT) noch 56 Prozent gewesen. Beim Benziner betrug der Wert im September 2018 57,3 Prozent. Und das sind die bundesweiten Zahlen.

Dirk Weddigen von Knapp, Chef des deutschen VW- und Audi-Händlerverbandes, gehen die Fahrverbote entschieden zu weit. »Man kann die alten Diesel nicht zu Sondermüll erklären«, so der Händlerverbandschef, der bereits Ende 2018 darauf hinwies, dass die Dieselkrise und Fahrverbote zunehmend den Händlern zu schaffen machen. Der Zentralverband Deutscher Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) warnte ebenfalls zum Jahreswechsel, dass durch die schwindende Nachfrage nach Dieseln die wirtschaftliche Existenz vieler Händler bedroht werde.

Verbandspräsident Jürgen Karpinski nannte neben den rückläufigen Neuverkäufen als großes Problem die Leasing-Rückkäufe. Ein 40.000-Euro-Auto, vor der Dieselkrise verleast, komme nun zum Händler zurück und sei ein Viertel weniger wert als üblich. Das zwinge Betriebe bereits in die Knie. 2017 mussten 720 Betriebe aufgeben. So viele wie seit 2009 nicht mehr. Bundesweit gebe es noch 36.750 Werkstätten und Autohäuser.

Angstbesetzt sei das Vorhaben der Bundesregierung, den Deutschen mehr Elektroautos zu verordnen. Für 2025 erwartet die Autobranche, dass knapp jedes zwanzigste Auto rein elektrisch fährt. Knapp jedes sechste werde einen Hybrid-Antrieb haben; so die Prognose. Da Elektromotoren aber nicht so komplex sind wie Verbrennungsmotoren, rechnet der Verband mit Einbußen beim Service und sieht sich somit einer weiteren wirtschaftlichen Grundlage beraubt.

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