George Soros, Alexei Nawalny und Mikhail Chodorkowski

Wie linke NGOs die Russland-Beziehungen vergifteten

Der ehemalige Ölmilliardär und Putin-Feind Mikhail Chodorkowski (Foto aus dem Jahr 2013) ist seit Jahren eng mit George Soros befreundet

Seit dem Umsturz in der Ukraine und der Annexion der Krim gilt Russland im Westen als Gegenspieler und Gefahr. Steckt der erklärte Putin-Gegner George Soros hinter der antirussischen Politik des Westens?

Unter der Obama-Regierung lagerte das US-Außenministerium große Teile der Osteuropapolitik an Soros-NGOs aus, wie der Deutschland Kurier berichtete: In der Ukraine steckten Soros-NGOs hinter den ersten Gerüchten einer angeblichen Trump-Russland-Verschwörung, im ehemaligen Mazedonien trugen Soros-NGOs zu einem Umsturz bei.

Auch in Russland unterstützte George Soros mit seinen Open Society Foundations (OSF) ein ganzes Netzwerk an linken NGOs, bis sie 2015 verboten wurden. Der Blogger Alexei Nawalny, der in westlichen Medien als Anführer der Opposition hofiert wird, arbeitete laut Enthüllungen von SorosLeaks seit 2011 mit Open Society zusammen, mit dem Ziel, »Akteure und Allianzen der Zivilgesellschaft (z. B. Nawalny)« zusammenzubringen, wie ein geleaktes OSF-Dokument enthüllt.

Nawalny absolvierte 2010 ein Stipendium bei der Yale-Greenberg-World-Fellowship-Stiftung, die ursprünglich unter Bill Clinton als »White House Fellows« begonnen hatte und von Hillary-Clinton-Beraterin Brooke Shearer geleitet wurde. Der erste Leiter des Yale-World-Fellows-Programms war Dan Esty, der 2008 im Obama-Wahlkampf Energie- und Umweltberater wurde. Nawalnys »Anti-Korruptions-Kampagne« in Russland wurde von Außenministerin Hillary Clinton unterstützt. Bei den Duma-Wahlen in Russland 2011 beschuldigte Wladimir Putin die US-Außenministerin, »ein Signal an bestimmte Akteure in unserem Land« geschickt zu haben.

Alexei Nawalny und sein Bruder Oleg wurden 2015 von der französischen Kosmetikfirma Yves Rocher verklagt, mit der die Brüder 2008 bis 2011 einen Vertriebsvertrag für Russland hatten. Die Nawalnys sollen 26 Millionen Rubel veruntreut haben, so die Klage. Yves Rocher klagte auch in Vannes (Frankreich) auf Schadensersatz, wo die Brüder von den Menschenrechtsanwälten William Bourdon und Amélie Lefebre von Association Sherpa vertreten wurden, die auch den Whistleblower Edward Snowden verteidigt haben und von den Open Society Foundations sowie den Clinton-Stiftungen Humanity United und Freedom Fund finanziert werden. Obwohl die französische Kosmetikfirma der Kläger war, wird dieser Prozess in den westlichen Medien in der Regel als Schauprozess und Putin-Repression gegen den tapferen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny dargestellt. Alexei und Oleg Nawalny wurden beide für schuldig befunden, Alexeis Haftstrafe jedoch zur Bewährung ausgesetzt. Oleg verbüßt eine dreijährige Haftstrafe.

Als Donald Trump 2016 wider Erwarten Präsident wurde, schmiedete das Obama-Clinton-Lager den Plan, den neuen Präsidenten der USA als »Marionette Russlands« darzustellen, und nutzte diverse Soros-nahe NGOs in Osteuropa als Instrumente. Eine davon war mutmaßlich Alexei Nawalny, der 2018 ein Video veröffentlichte, das den russischen Oligarchen Oleg Deripaska mit dem Ex-Wahlkampfleiter von Donald Trump Paul Manafort in Verbindung brachte, wie der Telegraph im Februar 2018 meldete. Der Bericht musste aber einräumen, dass Deripaska in seinem belauschten Gespräch »Donald Trump nicht persönlich erwähnt« hatte und dass »Deripaska bestreitet, Berichte von der Trump-Kampagne erhalten zu haben, auch wenn er zugibt, Mr. Manafort in früheren Jahren als Berater beschäftigt zu haben«. Die Geschichte bewies also rein gar nichts, war es aber offenbar wert, in der New York Times als Indiz für die angebliche Trump-Russland-Verschwörung herzuhalten.

Nawalny arbeitet eng mit dem Exiloligarchen Mikhail Chodorkowski zusammen, der seit mindestens 2003 mit Soros befreundet ist und seine »Open Russia Foundation« nach dem Vorbild des Soros-Netzwerk aufgebaut hat. Chordorkowski betreibt von London aus das »Investigativportal« Dossier Center, die einzige Quelle für die ›Spiegel‹-Titelstory Putins Puppen über die angeblichen Kremlverbindungen der AfD.

Chodorkowskis Dossier Center steckte auch hinter den Behauptungen der New York Times, die Anwältin Natalia Veselnitskaya, die sich am 9. Juni 2016 mit Donald Trump Jr. im Trump Tower getroffen hatte, um angeblich belastendes Material über Hillary Clinton zu präsentieren, stehe mit dem Kreml in Verbindung. Inzwischen weiß man, dass Veselnitskaya sich am Tag vor und nach dem Treffen mit Glenn Simpson, Chef der Clinton-Detektei Fusion GPS, zum Essen getroffen hatte, also eher für die Clinton-Kampagne als für den Kreml gearbeitet hat.

Mikhail Chodorkowski und Alexei Nawalny schreiben auch für linke US-Leitmedien wie The Guardian und die New York Times, in der Nawalny nach der Annexion der Krim 2014 (die viele Russen als »Wiedervereinigung« sehen) Sanktionen gegen sein eigenes Land gefordert hat. Nawalnys Tochter Daria Nawalnaya durfte am 27. Juni 2019 ein Videostatement auf der Website New York Times Video geben – eine ungewöhnliche Ehre für eine 17-Jährige.

Die Indizien verdichten sich also, dass linke NGOs des Soros-Clinton-Obama-Lagers nicht nur hinter der Russiagate-Verschwörungstheorie stecken, die der US-Präsident einen »Putschversuch« genannt hat, sondern auch die Vergiftung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen gezielt herbeigeführt haben. Eine konservative Allianz zwischen Donald Trump und Wladimir Putin sowie patriotischen Staatsmännern wie Nigel Farage, Viktor Orbán, Benjamin Netanjahu und Matteo Salvini wäre der schlimmste Alptraum für das Lager der linken Globalisten – und wie es den Anschein hat, werden sie alles tun, um dies zu verhindern.

print