Griechische Inseln:

Afghanen und Syrer gehen mit Messern aufeinander los!

Europa, wir sind da: Nach einer Messerstecherei zwischen Afghanen und Syrern kam es im und um das Migrantenlager auf der griechischen Insel Samos zu schweren Migrantenkrawallen.

Ausgebrannter Wohncontainer nach Unruhen in einem griechischen Migrantencamp (Archivbild, Ende September 2019): Am Montagabend ist es erneut zu Ausschreitungen unter »Flüchtlingen« verschiedener Herkunft gekommen

Im völlig überfüllten Migrantenlager der griechischen Insel Samos hat es am Montagabend nach einem Streit zwischen Syrern und Afghanen schwere Krawalle gegeben. Nach einer Messerstecherei kam es zu Ausschreitungen mit der Polizei. Es brachen Feuer im und um das Lager aus.

Mindestens drei Menschen wurden nach Angaben des zuständigen Migrationssekretärs Manos Logothetis durch Messerstiche verletzt. Weitere acht Menschen seien mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. »Die Lage hat sich heute Morgen beruhigt«, sagte Logothetis dem griechischen Nachrichtensender ›Real‹ am Dienstagmorgen.

Die Ausschreitungen hatten nach einem Streit zwischen Migranten aus Syrien und Afghanistan in Vathy, der Hauptortschaft von Samos, begonnen. Danach kam es im und um das Lager, das an einem Hang über Vathy liegt, zu weiteren Schlägereien. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Krawalle zu beenden. Die Feuerwehr konnte erst am frühen Morgen alle Brände löschen.

Nach ersten Erkenntnissen der Behörde wurden mehrere provisorische Unterkünfte um das Lager zerstört worden. Hunderte Migranten – darunter zahlreiche Kinder und Frauen – verbrachten nach Angaben des Bürgermeisters Giorgos Stantzos die Nacht außerhalb des Lagers in Vathy.

Im Registrierlager von Vathy mit einer Aufnahmekapazität für 650 Menschen harren zurzeit mehr als 5.700 Migranten aus. Auch alle anderen Lager auf den Inseln Chios, Samos, Leros und Kos sind restlos überfüllt. Vor zwei Wochen war bei Ausschreitungen in einem Lager auf der Insel Lesbos eine Frau ums Leben gekommen. (hh)

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