»Ich werde für die Meinungsfreiheit sterben«

Islamkritiker Tommy Robinson zu 9 Monaten Haft verurteilt

»Ich werde wegen Journalismus zum Tode verurteilt«: Tommy Robinson (Archivbild) fürchtet die Rache von Islamisten im Gefängnis

Gestern wurde der führende britische Islamkritiker Tommy Robinson im Old Bailey zu 9 Monaten Haft wegen »Missachtung des Gerichts« verurteilt, weil er am 25.5.2018 in Leeds auf öffentlichem Grund aus allgemein zugänglichen Quellen über den Prozess gegen einen Kinderschänderring berichtet hat.

Robinson wurde ursprünglich in Leeds wegen »Ruhestörung« verhaftet, dann aber wegen »Missachtung des Gerichts« im Schnellverfahren verurteilt. Er verbrachte über zwei Monate in Einzelhaft zu seiner eigenen Sicherheit und aß nur Dosenthunfisch, weil bereits mehrere Fatwas gegen ihn ausgesprochen wurden und er Angst hatte, von muslimischen Mitinsassen vergiftet zu werden.

Am 1.9.2018 hob der oberste Richter von England und Wales, Lord Burnett, das Urteil jedoch aufgrund gravierender Verfahrensmängel auf: »Dem Angeklagten wurden keine Einzelheiten der Vorwürfe der Missachtung des Gerichts vorgebracht. Es bestand Unklarheit über die gegenständlichen Vorwürfe […] Es bestand ebenfalls Unklarheit darüber, was der Angeklagte angeblich gestanden hatte und auf welcher Grundlage er verurteilt wurde.« Burnett ordnete Robinsons sofortige Freilassung an mit Aussicht auf Neuverhandlung.

Diese Wiederaufnahme endete am Donnerstag, 11.7.2019 in einer Haftstrafte von 9 Monaten, die wegen bereits verbüßter Strafe auf 6 Monate reduziert wurde. Ezra Levant von ›Rebel Media‹, der Tommy durch den ganzen Prozess begleitet hat, twitterte live aus dem Gerichtssaal: »Die Richterin sagte, sie will ein Exempel statuieren.« Ironischerweise wurde Robinson vor dem Gerichtsgebäude durch Kameras der ›BBC‹ und anderer belagert, dieselbe Tat, für die er jetzt ins Gefängnis muss.

Im Interview mit Alex Jones bat Tommy Robinson am Dienstag US-Präsident Trump um politisches Asyl in den USA, denn er werde »wegen Journalismus zum Tode verurteilt«. »Im Namen meiner Familie: Wir lieben die Vereinigten Staaten. Wir haben keine Zukunft hier. Ich werde mit Sicherheit umgebracht, ermordet werden. Mein Name ist Tommy Robinson. Heute rufe ich die Regierung von Donald Trump und die Republikanische Partei auf, mir in den Vereinigten Staaten Asyl zu gewähren.« Robinson sagte er werde »politisch verfolgt« und sei »wegen Ausübung seines Grundrechtes auf Meinungsfreiheit« schuldig befunden worden.

Im Gespräch mit Jack Posobiec von ›OAN‹ sagte Robinson: »Britische Gefängnisse sind wie ISIS-Trainingslager. Ich bin für meine Kritik am politischen Islam bekannt. Es gibt sechs muslimische Insassen im britischen Gefängnissystem, die mich wegen Gotteslästerung umbringen wollen.« Robinson wurde nach dem Urteil direkt ins Hochsicherheitsgefängnis von Belmarsh gebracht, obwohl das ihm vorgeworfene Vergehen kein Gewaltverbrechen war. Belmarsh wird laut ›TR.news‹ »von Dschihadisten geleitet«.

Robinson beklagte sich nach dem Urteil, dass er durch einen Richter abgeurteilt wurde, statt durch ein Geschworenengericht: »Nach britischem Recht muss jede Haftstrafe über 6 Monate von einem Geschworenengericht verhängt werden, aber das war bei mir nicht der Fall, weil keine Jury des Landes mich verurteilt hätte.«

Geert Wilders rief alle Politiker dazu auf, Tommy Robinson zu unterstützen: »Der Mann ist ein Held. Er wird eingesperrt, weil er den Vergewaltigungs-Dschihad publik macht, während alle anderen – auch die Medien – sich blind und taub stellen.« Der Sohn des israelischen Premierministers Yair Netanjahu unterstütze Wilders auf ›Twitter‹: »Eine Schande für Großbritannien! Tommy ist ein politischer Gefangener!« Das russische Außenministerium sagte zum Fall Robinson, »die Meinungsvielfalt ist eines der wichtigsten Themen heutzutage. Die Unterdrückung der Meinungsfreiheit ist in keinem Land hinnehmbar, auch nicht im Vereinigten Königreich.« Von Donald Trump ist noch keine Antwort bekannt.

In einem Videoappell richtete sich Tommy Robinson an alle Europäer, vor allem an alle konservativen Parteien: »Alle rechtdenkenden rechten Parteien müssen jetzt einen Aufschrei starten. Dieses Problem ist nicht auf das UK begrenzt, das wissen Sie genau. Lassen Sie die Wahrheit nicht von Ihren Regierungen vertuschen. Entlarvt sie als die Vergewaltiger beschützenden Demagogen, die sie sind. Wenn eine globalistische Elite mich mit Freuden einsperrt, werden sie dasselbe mit euch tun. Es ist an der Zeit, uns zu wehren. Die Vergewaltigung von Kindern ist etwas, das alle entrüsten sollte. Überlassen Sie den globalistischen Medienkonzernen nicht die Deutungshoheit. Zwingen Sie Ihre Regierungen, etwas zu tun. Zwingen Sie sie, etwas zum großangelegten Missbrauch von wehrlosen Kindern zu sagen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder den Mund verbieten! Stehen Sie jetzt auf und lassen sie die herrschende Elite wissen, dass wir das nicht länger hinnehmen werden! Wenn die Lüge allgegenwärtig wird, wird die Wahrheit zum revolutionären Akt! Mein Name ist Tommy Robinson: Politischer Gefangener A2084CG.«

Von Amnesty International, Human Rights Watch oder Reporter ohne Grenzen gab es bis dato keinen Protest zum Fall Tommy Robinson.

Drucken