»In 50 Jahren Pathologie habe ich so etwas nie gesehen«:

Epsteins Tod vermutlich kein Selbstmord

Promi-Zuhälter Jeffrey Epstein soll sich in seiner Zelle erhängt haben: Doch nicht nur Epsteins Bruder Mark hat Zweifel an der offiziell festgestellten Todesursache

Der Tod des pädophilen Promi-Zuhälters Jeffrey Epstein durch Strangulation weist eher die Anzeichen eines Mordes als eines Selbstmordes auf, stellte der renommierte Forensiker Dr. Michael Baden fest.

Clinton-Freund Jeffrey Epstein wurde am 7. Juli bei seiner Ankunft in New York verhaftet und fünf Wochen später, am 10. August, tot in seiner Zelle aufgefunden, wie der Deutschland Kurier berichtete. Seitdem lebt sein Bruder Mark Epstein in Todesangst um sich und andere, weil die rätselhaften Umstände von Epsteins Tod nicht ausreichend untersucht wurden, wie der Miami Herald berichtet.

Deshalb beauftragte Mark Epstein einen der weltweit kompetentesten Forensiker Michael Baden (85), eine eigene Bewertung vorzunehmen. Im Interview mit Fox & Friends sagte Baden am Mittwoch, die Verletzungen wiesen eher auf einen Mord als auf Selbstmord hin. Vor allem der dreifache Genickbruch, der bei Epstein festgestellt wurde, sei bei Selbstmord äußerst selten, bei Mord durch Erhängen jedoch sehr häufig, so Baden. »In 50 Jahren Praxis habe ich so etwas nie gesehen«, so der renommierte Pathologe, der über 20.000 Autopsien durchgeführt hat und zu diesem Thema sogar eine eigene Fernsehserie produzierte.

Die zuständige New Yorker Gerichtsmedizinerin Barbara Sampson hatte trotz der Umstände eine Woche nach dem Auffinden Epsteins den Tod durch Selbstmord festgestellt. Epstein war 1,82 m, soll sich aber kniend an seinem Stockbett aufgehängt haben.

Der US-Generalbundesanwalt Bill Barr, der zur Zeit auch die mögliche Verschwörung von Clinton-Obama-Mitarbeitern gegen Donald Trump untersucht, hat Aufklärung versprochen: »Wir werden auf jeden Fall aufklären, was hier vorgefallen ist.«

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