Attentat von Halle:

Politisch Verantwortliche wollen sich auf Kosten der AfD rein waschen

Erika Steinbach

von Erika Steinbach

Als Freundin Israels und Gegnerin jeglichen Antisemitismus bin ich erleichtert, dass das Attentat auf die Jüdische Gemeinde in Halle an den verschlossenen Türen der Synagoge  gescheitert ist. Allerdings erschüttert mich die Tatsache, dass die beiden Mordopfer des Täters, die er anschließend von der Straße aus erschoss, kaum der Berichterstattung, und schon gar nicht der Anteilnahme durch die politische Spitze, für wertgehalten werden.

Führt man sich das Verhalten von Politik und Medien bei extremistischen Gewalttaten unterschiedlicher Richtungen vor Augen, so läßt sich seit 2015 durchgehend feststellen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

Ja, der Antisemitismus ist in Deutschland angewachsen. Seit 2015 hat das Land nahezu zwei Millionen antisemitisch und israelfeindlich vorgeprägte Menschen muslimischen Glaubens aufgenommen. Das hat drastische Veränderungen bewirkt.

Seither gibt es nahezu tagtäglich offenen, gewaltgeprägten Antisemitismus auf unseren Straßen. Seither können jüdische Kinder in bestimmten Wohnquartieren nicht mehr unbehelligt am Unterricht teilnehmen, da sie von muslimischen Kindern drangsaliert und schikaniert werden. Seither skandieren linke, deutsche Israelhasser gemeinsam mit muslimischen Israelfeinden ihre Hassparolen gegen Israel und Juden nahezu unbehelligt in Aufmärschen auf unseren Straßen. Was tut der Staat? Er schaut weitestgehend weg!

Muslimischer Hass gegen alle Andersgläubigen, auch in deutschen Moscheen durch Imame gepredigt, führt permanent und immer wieder zu Mord und Terror. Wie gerade die LKW-Attacke in Limburg, wie jüngst die Messerattacke gegen eine jüdische Einrichtung. Das alles ohne großen Aufschrei, solange die Täter keine Deutschen sind. Ja, es wird sogar seitens der Ermittlungsbehörden und der politisch Verantwortlichen relativiert, was das Zeug hält. Man ignoriert bewußt und vorsätzlich den tatrelevanten Hintergrund und marginalisiert den Antrieb dieser Täter als psychische Störung – als Einzelfall.

Weder die Bundesregierung, die UN-Resolutionen gegen Israel fast immer zugestimmt hat, noch die Medien wollen diese selbst zu verantwortende Entwicklung sehen. Sie lenken von sich und ihrer vernachlässigten Verantwortung ab, was das Zeug hält. Wie jetzt bei dieser jüngsten extremistischen Gewalttat. Ja, sie zeigen ohne jedwede Scham auf die AfD als angebliche Verursacherin. Denn zur Freude der politischen Klasse ist es jetzt endlich mal ein deutscher Terrorist. Und, man glaubt es kaum, die AfD soll nun der Sündenbock sein, der ihn zum Terroristen gemacht hat. Keine Rede davon, dass der muslimische und linke Antisemitismus auch mobilisierend auf deutsche, rechtsextreme Antisemiten wirkt.

Infamer und unverfrorener geht es nicht!

Erika Steinbach

war von 1990  bis  2017 Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Sie trat im Januar 2017 aus Protest gegen Merkels Masseneinwanderungspolitik aus der CDU aus. Seit März 2018 ist sie Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung, welche von der AfD im Juni 2018 als parteinahe Stiftung anerkannt wurde.

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