Der Horror am Bahnsteig

Klartext des Chefredakteurs

David Bendels

 

wieder sind zwei Leben zerstört: Ein achtjähriger Junge, mit seiner Mutter vor einen Schnellzug gestoßen. Der Junge – tot; und die Mutter muss für den Rest ihres Lebens mit dem Trauma leben, dass ihr das geliebte Kind entrissen wurde und sie es nicht retten konnte. Es ist wohl das Schlimmste, was einer Mutter widerfahren kann. Wir fühlen mit ihr und ihren Angehörigen; niemand kann ermessen, was sie gerade durchmachen.

Der Täter: Ein vierzigjähriger Mann aus Eritrea. Einer, der hier aufgenommen und von uns versorgt wurde. Die Mainstream-Medien hätten Tat und Täter wohl am liebsten wieder einmal unter den Teppich gekehrt. »Junge von einfahrendem ICE erfasst und getötet«, hieß es eiskalt in ersten Meldungen von ›Spiegel online‹ und anderen. Das Motiv des Mörders, heißt es, sei »unklar«. Mordlust? »Psychische Probleme«? Hass auf alles Deutsche und Westliche? Es interessiert nicht, genausowenig wie die »Motive« des Serben, der vorige Woche in Voerde eine junge Mutter durch einen Stoß vor den Zug ermordet hat; oder die »Motive« der Marokkaner, die in Dresden einen Mann vor den Zug stießen und mit Kuschelurteilen davonkamen.

Fest steht: Diese Täter hätten nicht hier sein sollen. Niemand muss aus Eritrea, Marokko oder Serbien durch mehrere sichere Länder ausgerechnet nach Deutschland »flüchten«. Hätte man sie nicht ins Land gelassen, wären Tragödien verhindert worden und mehrere Menschen noch am Leben.

Der Irrsinn der merkelschen »Willkommenspolitik« tritt an diesen Schicksalen unmittelbar zutage. »Vorsicht an der Bahnsteigkante!« hat dank dieser Masseneinwanderungspolitik eine völlig neue Bedeutung bekommen. Mordanschläge am Bahngleis gehören auf einmal genauso zu Deutschland wie Gruppenterror und Landnahme durch Jungmigrantengruppen im Schwimmbad.

Für die einheimischen Bürger geht dagegen die Sicherheit und der öffentliche Raum Schritt für Schritt verloren. Der harmlose Freibadbesuch kann zum Horrortrip werden, eine einfache Bahnfahrt zur Todesfalle. Der Normaldeutsche dreht sich plötzlich besorgt um, wenn er am Bahnsteig oder auf der Rolltreppe steht, er meidet auf einmal Orte, die er früher gerne aufgesucht hat. Er will ja nicht zum Kollateralschaden der Willkommenskultur werden.

Die Politiker, die für diese Situation verantwortlich sind, lassen sich derweil in schwarzen Limousinen durch die Stadt fahren. Sie igeln sich in ihrer Filterblase ein und lassen sich einen metertiefen Burggraben vor den Reichstag legen. Zu ihrer Sicherheit – einer Sicherheit, die sie den Bürgern und Steuerzahlern nicht mehr gewährleisten können.

»Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt«, freute sich Katrin Göring-Eckart (Grüne) im November 2015 – erinnern Sie sich? Und andere werden uns dafür weggenommen. Aber davon redet nach Möglichkeit keiner.

Oft hört man in den sozialen Medien die rhetorische Frage, ob Frau Merkel sich denn noch selbst im Spiegel anschauen könne angesichts der langen Liste von Opfern ihrer Willkommenspolitik? Sie kann offensichtlich, und sie kann sogar in die Ferien fahren. Wenige Stunden nachdem der achtjährige Junge in Frankfurt auf den Bahngleisen verblutet war, als Bundesinnenminister Seehofer immerhin seinen Urlaub abbrach, setzte Frau Merkel sich in einen Hubschrauber der Bundespolizei zum Flug gen Süden.

Und die Grenzen stehen weiter offen. Und die Illegalen strömen weiter ins Land. Und kriminelle Migranten, abgelehnte Asylbewerber und andere, die ihren Aufenthalt eigentlich schon längst verwirkt haben, werden weiter nicht abgeschoben. Wie lange wollen wir uns diese Kaltschnäuzigkeit noch gefallen lassen?

 

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