Sorgen in Frankreich

Islamisten unterwandern öffentlichen Dienst

Muslime betreten die Große Pariser Moschee (»Grande Mosquée de Paris«): Unterschätzt Frankreich die Gefahr des radikalen Islam?

Eine parlamentarische Untersuchungskommission in Frankreich beschäftigte sich über mehrere Monate mit der Frage, ob und inwieweit es eine islamistische Radikalisierung im öffentlichen Dienst unseres Nachbarlandes gibt. Die Ergebnisse des 100-Seiten-Berichts sind alarmierend.

Die von den Abgeordneten Éric Diard (Les Républicains) und Éric Poulliat (La République en marche) verfasste Studie über die fortschreitende Islamisierung des öffentlichen Dienstes in Frankreich sorgt landesweit für Wirbel. Der konservative ›Le Figaro‹ (Paris) schrieb: »Islamismus im öffentlichen Dienst: der Schockbericht.«

Der Bericht beschäftigt sich u. a. mit »Parallelgesellschaften« im öffentlichen Verkehrswesen. Anzeichen dafür fanden die Autoren vor allem innerhalb der französischen Eisenbahngesellschaften »SNCF« und »RATP«. Demnach sollen auch rund 80 Mitarbeiter der Gruppe »Aéroports de Paris« (ADP) mit Sitz am Flughafen Roissy-Charles de Gaulle einer regelmäßigen Überwachung auf Radikalisierung und 29 einer gelegentlichen Überwachung unterstehen. Zu Ende gedacht bedeutet dies, dass Islamisten etwa durch Sabotage wichtige Infrastruktur-Sektoren Frankreichs lahmlegen könnten.

Islamistische Auffälligkeiten zeigt laut Studie auch der Sportsektor. Ein Unteroffizier der Gendarmerie, der für den Bericht befragt wurde, gab an, dass 12,5 Prozent der Menschen, die sich radikalisieren, eine Sportart ausüben. Der Pariser Zeitung ›Le Monde‹ zufolge verweist der Bericht in diesem Zusammenhang auf Grauzonen im Sport und an Hochschulen, wo es »gemeinschaftliche Missbräuche« und »Infiltrationsversuche« gebe, die von den Institutionen falsch eingeschätzt wurden.

Das 100-seitige Dokument warnt letztlich auch vor einer »Radikalisierung von Wachen« im Strafvollzug. (lol)

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