»SPD mutiert zur Sekte«:

Ursula Sarrazin tritt aus der Partei aus

Aus Protest gegen den Parteiausschluss ihres Mannes verlässt Ursula Sarrazin die SPD

Nachdem der frühere Berliner Finanzsenator und Bestsellerautor Thilo Sarrazin durch ein Urteil der SPD-Bundesschiedskommission endgültig aus der Partei ausgeschlossen wurde, hat seine Frau Ursula demonstrativ ihren Austritt aus der SPD erklärt. Die Ex-Lehrerin gehörte wie ihr Mann der Partei über 40 Jahre an.

Dem Parteivorstand als Antragsteller des Ordnungsverfahrens gegen Thilo Sarrazin warf Ursula Sarrazin »Polemik und Demagogie« in den Verhandlungen der Parteigerichte gegen ihren Mann vor. Vor allem SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil habe an Wissen und Argumenten nichts zu bieten. Jetzt wisse jeder, dass man in der SPD »die brennenden Probleme der Gegenwart, Migration und Islam, nicht mehr offen diskutieren darf«, schrieb Sarrazins Frau, die eine Tochter des 2013 verstorbenen ehemaligen DGB-Vorsitzenden Ernst Breit ist. Die einstige große Volkspartei mutiere zu einer Sekte.

Das Austrittsschreiben von Ursula Sarrazin hat nach Angaben von Sarrazins Anwälten folgenden Wortlaut:

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