Trump legt sich mit ›Facebook‹ an

Snoop Dogg: »Sie können uns nicht alle sperren«

Auch Rapper Snoop Dogg, ein erklärter Trump-Gegner, wehrt sich gegen ›Facebook‹-Sperren

›Facebook‹ hat nach der Sperre von prominenten rechten Kommentatoren einen riesigen Shitstorm geerntet und eine »Löscht Facebook«-Aktion losgetreten. Prominente Kritiker wie Donald Trump und Rapper Snoop Dogg riefen zum Protest auf.

Am Freitag hatten ›Facebook‹ und ›Instagram‹ in einer mit Mainstream-Medien koordinierten Aktion die Seiten von Alex Jones, Paul Joseph Watson, Laura Loomer und Milo Yiannopoulos gelöscht, aufgrund nicht näher erklärter »Hassrede«. Ebenfalls gesperrt wurde der antisemitische schwarze »Nation of Islam«-Chef Louis Farrakhan, der prompt von US-Medien als »rechtsextrem« bezeichnet wurde, obwohl er mit Barack Obama befreundet ist.

Die Sperren lösten eine Protestwelle im Internet aus, auf ›Twitter‹ riefen Nutzer unter #deleteFacebook dazu auf, ihr Konto zu löschen. Präsident Donald Trump schrieb auf ›Twitter‹, er werde die »Zensur« der US-Bürger in den sozialen Medien »im Auge behalten«. »Bei uns gibt es so etwas wie Meinungsfreiheit!«

»Wie kann es sein, dass (der Schauspieler) James Woods, eine starke, aber verantwortungsvolle konservative Stimme, auf ›Twitter‹ gesperrt wird? Die sozialen Medien und die Fake-News-Medien, zusammen mit ihren Verbündeten in der Demokraten-Partei, haben keine Ahnung, wie viel Ärger sie sich einhandeln. Sehr unfair!«, schoss Trump am Sonntag hinterher.

Trump teilte außerdem Tweets von prominenten Konservativen wie Paul Joseph Watson und Lauren Southern. Linke warfen ihm daraufhin vor, er würde Inhalte von »rechtsextremen Verschwörungstheoretikern« teilen – oft dieselben Linken, die zwei Jahre lang auf allen sozialen und Mainstream-Medien die Mär von einer Russland-Verschwörung propagiert haben.

Noch weiter ging der »Gangsta-Rapper« Snoop Dogg, ein erklärter Trump-Hasser, der aber scheinbar besser als ›Facebook‹ und die Mainstream-Medien die Bedeutung der Meinungsfreiheit verstanden hat. Farrakhan-Unterstützer Snoop Dogg rief seine 33 Millionen Follower dazu auf, massiv Videos des New Yorker Predigers zu teilen: »Was ist, wenn wir sie auch sperren? Wollt ihr mich jetzt sperren? Ich werde weiter meine Meinung sagen. Scheiß auf ›Facebook‹ und ›Instagram‹. Sie können uns nicht alle sperren.«

Der konservative Beobachter Will Chamberlain schlug Gesetze auf Bundes- und Landesebene vor, nach denen alle Bürger, die zu Unrecht auf sozialen Medien gesperrt wurden, auf kurzem Amtsweg vor Gericht Schadensersatz und Freischaltung erhalten können. Paul Joseph Watson sagte, ›Facebook‹ müsse sich entscheiden, ob sie als neutrale Plattform auftreten wolle, die für alle zugänglich sei, oder als Verlag, der Inhalte selbst bestimmen dürfe – dann aber sämtliche Verantwortung für alle veröffentlichten Inhalte übernehmen müsste, inklusive Copyrightklagen etc. Watson forderte eine digitale Menschenrechtscharta, um die Meinungsfreiheit zu gewährleisten, so lange es nicht um eindeutige Straftaten oder Aufrufe zu Straftaten gehe. Dies stellt so ziemlich das Gegenteil von Heiko Maas‘ Zensurgesetz NetzDG dar.

Anhang:
Paul Joseph Watson über seine ›Facebook‹ Sperre und Trumps Tweet.
Laura Loomer protestiert in der ›Facebook‹-Zentrale.

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