Der erschütternde Bericht einer weißen Mutter, die es miterleben musste, wie ihr Mann von Schwarzen abgeschlachtet wurde.

 

Petr Bystron

In Südafrika droht ein Völkermord an weißen Farmern, angeheizt durch aggressive Rhetorik von Politikern der Parteien »African National Congress« (ANC) und »Economic Freedom Fighters« (EFF). Vom friedlichen Zusammenleben von Menschen aller Hautfarben, 

die gemeinsam eine »Rainbow-Nation« bilden würden, so wie es Anfang der Neunziger­jahre propagiert wurde, ist nichts mehr übrig.

Politiker der regierenden linken Schwarzen-Partei ANC und vor allem der links­radikalen EFF schüren mittlerweile offen Hass gegen
die Weißen.

An vorderster Front: Julius Malema. Der ehemalige Anführer der Jugend­organisation des ANC und jetziger EFF-Anführer fordert offen entschädigungslose Enteignungen von weißen Farmern. Sogar einen Antrag auf Änderung der Verfassung hat er eingebracht.

In einer Atmosphäre des Hasses gegen die Weißen steigen auch die Mordraten. Die Regierung versucht, das Thema zu vertuschen. Offizielle Zahlen zu Farmmorden werden seit 2007 nicht mehr veröffentlicht. Die einzigen belastbaren Zahlen liefern mittlerweile nur die Bauer­­nverbände. Demnach gab es seit 1990 genau 4.482 Farmangriffe und 1.933 Farmmorde. Bei 32.375 kommerziell betriebenen Farmen in Südafrika (Volkszählung) wurden damit 13,8 % aller Farmen schon mal überfallen – also jede siebte.

Auf das Problem angesprochen, beschwichtigen Regierungspolitiker. Die gängigste Erklärung lautet, es handle sich um normale Überfälle. Die Kriminalitätsrate in Südafrika sei so hoch. In der Tat:

Die Mordrate in Südafrika lag 2016/17 bei 34,1 Morden pro 100.000 Einwohner. Das ist Nummer sechs in der Welt.

Für Farmer lag sie jedoch nach Zahlen vom Institute for Security Studies im Jahr 2011 bei 98,8 pro 100.000 Einwohner, 2014 bei 132,8 und 2016 bei 156 pro 100.000 Einwohner. Also 4,5 Mal so hoch wie der Durchschnitt in Südafrika, Tendenz steigend.

Ich traf die Opfer der Farmmorde. Hier ist der herzzerreißende Bericht der vierfachen Mutter Mariandra Heunis (34), deren Mann vor ihren Augen abgeschlachtet wurde:

»Mein Mann Johann war Schreiner. Wir lebten auf einem kleinen Hof nördlich von Pretoria. Wir hatten drei Töchter: Mieke und Mischa (beide 4) und Majandré (2). Als Johann ermordet wurde, waren wir seit sieben Jahren verheiratet. Ich war im neunten Monat schwanger. Die Killer kamen eines Nachts. Zuvor schauten wir alle fern. Die Kinder schliefen vor dem Fernseher ein. Ich trug Majandré und Mischa ins Bett. Mieke ließen wir noch eine Weile eingekuschelt bei uns liegen.

Traditionelles Grillen: Kultur, Besitz und immer mehr auch das Leben der Weißen sind in Südafrika akut bedroht

Als die Hunde zu bellen begannen, sagte Johann, ebenfalls schon im Halbschlaf, es sei wohl nur eine Katze. Ich überprüfte nochmal die Fenster und legte mich wieder hin. Da hörte ich das Geräusch einer Waffe, die durchgeladen wurde.

Ich machte die Augen auf und sah zwei bewaffnete Männer vor uns stehen.

Ich schrie.

Johann wachte auf, blieb aber ruhig. Er stützte sich auf einen Arm, um den Angreifern zu signalisieren, dass er keine Bedrohung darstellte. Mieke wachte auf und begann ängstlich durchs Zimmer zu laufen. Ich und Johann versuchten den Männern zu erklären, dass wir kein Geld im Haus hatten. ›Nehmen Sie alles, was sie wollen. Aber tun sie meiner Familie nichts‹, rief er.

›Dieser Mann ist ein Killer‹, sagte einer der Angreifer mit Blick auf seinen Begleiter. ›Er ist hier, um euch zu töten.‹

Dann eröffneten sie das Feuer. Die erste Kugel galt der kleinen Mieke, verfehlte sie aber. Dann feuerten sie fünf Mal auf Johann. Erst ins Herz, dann in den Arm, dann in den Bauch und in die Beine.

Hetzer: Julius Malema von der linksradikalen EFF schürt offen Hass gegen Weiße

Ich sah das Blut und betete, dass sie bald gehen würden. Ich wollte meinen Mann ins Krankenhaus bringen. Ich hatte wahnsinnige Angst  um mein ungeborenes Baby. Ich wollte es schützen.

Sie packten mich und wollten mich nach unten schleppen. Sie schrien einander an. Meine kleine Tochter Mieke hob ihre Hand wie in der Schule, um sich zu melden, und sagte zu den Angreifern ›Ich habe Geld. Sie können mein Sparschwein haben. Bitte tun sie meiner Mami nicht weh.‹ Da stand Johann ein letztes Mal auf. Das Blut sprudelte ihm aus dem Mund. Er ging zwei Schritte auf sie zu, konnte aber nicht mehr sprechen.

›Töte ihn einfach, Bruder‹, sagte der eine Angreifer zum anderen. Der Mann ging auf Johann zu, setzte ihm die Waffen ins Gesicht und drückte ab.

Johann fiel zu Boden. Ich schrie.

Die Männer wandten sich wieder mir zu. Sie wollten wissen, wo die anderen Kinder sind. Sie hielten mir die Waffe an den Kopf. Ich war hilflos. ›Ihr ­habt schon genug angerichtet‹, sagte ich. ›Geht einfach.‹ Die Männer nahmen uns die Handys ab und verließen das Haus seelenruhig. Sie wurden nie gefasst.«

Farmer in Südafrika: Rassistisch motivierte Morde an Weißen nehmen dramatisch zu

Die Polizei sagte Mariandra, dass nur etwa 3 % aller Farmmörder im Gefängnis landen. Das Motiv sei definitiv nicht Raub oder Habgier, sondern rassistisch aufgeheizter Mord.

Fünf Tage nach Johanns Beerdigung wurde ihr Sohn geboren. Kinder und Mutter sind schwer traumatisiert. Heute sagt Mariandra, es wäre vielleicht besser gewesen, man hätte sie alle umgebracht. Dann wieder: »Aber ich muss weitermachen. Für meine Kinder.«

Petr Bystron

(46) ist Bundestagsabgeordneter der AfD-Fraktion. Im Bundestag gehört er dem Auswärtigen Ausschuss und dem Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik an.

print